Zdislaw Jasko (l.), Überlebender des KZ Sachsenhausen, und der polnische Botschafter, Dr. Andrzej Byrt, beim "ersten Spatenstich" für den Ausbau des Hauses am 8. September 2005

Das Projekt "Wahrnehmen-Ausseinandersetzen-Akzeptieren" mit Auszubildenden aus Brandenburg verband beim provisorischen Ausbau des Hauses berufliche Qualifizierung mit historischem Lernen

Andrzej Szczypiorski beim 50. Jahrestag der Befreiung in der Gedenkstätte Sachsenhausen (1995)

Kulturfest anlässlich des Baubeginns am 8. September 2005

Internationale Jugendbegegnungsstätte/
Jugendherberge Sachsenhausen "Haus Szczypiorski"

Im September 2005 hat der Ausbau der ehemaligen Dienstvilla des "Inspekteurs der Konzentrationslager" zur Internationalen Jugendbegegnungsstätte / Jugendherberge Sachsenhausen begonnen. In dem 1938/39 von Häftlingen des KZ Sachsenhausen erbauten repräsentativen Gebäude entstehen Arbeits- und Gruppenräume sowie Unterkunftsmöglichkeiten. Ab Sommer 2006 soll das "Haus Szczypiorski" für die historisch-politische Bildungsarbeit zur Verfügung stehen.

Das Haus bietet:

  • 32 Übernachtungsplätze in Zwei- und Vierbettzimmern
  • Seminarräume
  • Mediathek und Bibliothek
  • unmittelbare Nachbarschaft zur Gedenkstätte und dem Museum Sachsenhausen
  • vielfältige Projekt- und Seminarprogramme zur Geschichte des KZ Sachsenhausen und des sowjetischen Speziallagers sowie zur Demokratie- und Menschenrechtserziehung
  • Freizeitbereich
  • Berlin-Nähe (S-Bahn und Regionalbahnanschluss)
  • Freizeitmöglichkeiten vor Ort (Sport und Freizeitzentrum "T.U.R.M. Erlebniscity Oranienburg"; Bademöglichkeiten am Lehnitzsee; Radfernwanderweg Berlin - Kopenhagen)

Die Einrichtung wird in Kooperation zwischen dem Deutschen Jugendherbergswerk, Landesverband Berlin-Brandenburg, und der Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten realisiert. Das pädagogische Konzept, das in den Händen der Gedenkstättenstiftung liegt, wird zusammen mit dem Bildungsverbund entwickelt, dem der Initiativkreis zur Errichtung einer Internationen Jugendbegegnungsstätte Sachsenhausen e.V. und weitere Partner der Jugendbildungsarbeit in Berlin und Brandenburg angehören.

Namensgeber der Einrichtung ist der bedeutende polnische Schriftsteller und ehemalige Häftling des KZ Sachsenhausen, Andrzej Szczypiorski (1928 - 2000). Durch sein literarisches Werk und seine politische Arbeit hat er viel zur Verständigung zwischen Polen und Deutschen beigetragen. Mit der Namensgebung soll auch ein Zeichen gesetzt werden, dass sich das Haus insbesondere als Einladung für Begegnungen zwischen jungen Polen und Deutschen versteht.

Die Mittel für den Ausbau in Höhe von 1,25 Mio. Euro stellen das Bundesfamilienministerium und das brandenburgische Bildungsministerium bereit. Das Deutsche Jugendherbergswerk steuert 65.000 Euro Eigenmittel bei. Bereits 1993 war das Dach des Gebäudes durch die Stiftung saniert worden.

Buchungen können für die Zeit ab dem 1. September 2006 vorgemerkt werden.

Informationen über das pädagogische Programm, Unterbringung und Kosten erhalten Sie bei der

Gedenkstätte und Museum Sachsenhausen
Besucherdienst
Straße der Nationen 22
16515 Oranienburg

Tel. 03301-200200
Fax: 03301-200201
Email: besucherdienst@gedenkstaette-sachsenhausen.de
Internet: www.haus-szczypiorski.de